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Einen Apfel, eß einen Apfel!

Der Sommer ist langsam am Ausklingen und hier und da gibt es schon so manchen Herbstboten. Jetzt kommt die reiche Zeit in der sich die Marktstände wieder besonders üppig mit heimischen Produkten präsentieren.

Der absolute Klassiker hier ist und bleibt der Apfel. Kaum einem ist noch klar, daß es diesen richtig frisch und echt sonnengereift natürlich nur aus heimischen Beständen geben kann. Daher heißt es: jetzt zugreifen, denn jetzt befinden wir uns mitten in der Apfelernte die noch bis etwa Ende Oktober andauern wird. Jetzt reinbeißen in die süßen, sauren, roten, grünen, braunen, gelben, großen, kleinen und herrlichen Äpfel. Denn nur ein Apfel, der wirklich am Baum gereift ist, ist auch ein guter Apfel. Ein weitgereister Apfel aus Neuseeland, China oder sonstwoher, nur halbreif geerntet, zur Haltbarkeit bearbeitet und bis zur Perfektion gestyled kann zwar gut schmecken, aber der englischen Weisheit „an apple a day keeps the doctor away“ nicht gerecht werden.
Jetzt gibt es sie in rauhen Mengen, jetzt läuft bei uns die Ernte der ca. 1 Million Tonnen frischer knackiger Äpfel in all Ihren Formen, Farben und Sorten. Ganz gleich ob Elstar, Gala, Gloster, Gravensteiner, James Grieve, Idared, Jonagold, Klaraapfel, Granny Smith, Golden Delicious oder irgend eine andere der ca. 2700 Sorten die in Deutschland zur Verfügung stehen.

Sie sind alle gesund und ware Energiespender: reich an Vitamin C, wertvollem Apfelpektin und Kalium, kalorienarm, enthalten Fructose, Glucose und wenig Balaststoffe. So unterstützt der Apfel unseren Wasserhaushalt, wirkt sich positiv auf den Blutfettspiegel aus, hilft dem Nerven- und Muskelstoffwechsel, unterstützt Gicht- und Rheuma-Therapie durch Harnsäurespiegel senkende Fruchtsäuren. Jedoch daß geriebene Äpfel ein sicheres Verhütungsmittel darstellen sollen trifft nur bei richtiger Anwendung zu: Man esse geriebene Äpfel – anstatt Sex zu haben – fürwahr da gibt es bessere Mittelchen.

Neben der Gesundheit dürfen wir den kulinarischen Teil nicht vergessen. Wir können kraftvoll in ihn hineinbeißen oder einfach auch mal Apfelmus daraus machen. Apfelmus selbst machen? Haben Sie daran schon mal gedacht. Apfelmus selbst machen? – Nein? Dann sollten Sie das mal schleunigst tun und sich fernhalten von all den überzuckerten Produkten aus den Supermärkten. Apfelmus kann so vielseitig gut schmecken. Einfach nur Apfelmus pur oder mit Zimt, Sahne, Vanillesoße, Agavendicksaft, Aprikosen, Rosinen, zu Kartoffelpuffer, Pfannkuchen, Dinkelkeksen, Bratwürsten und und und.

Ein kleiner Tipp noch. Gute Äpfel finden sich jetzt nicht nur auf den heimischen Märkten und in mit heimischen Produkten bestückten Supermärkten. Lesen Sie jetzt auch mal die Kleinanzeigen. Viele Fallobst-Wiesen-Besitzer annoncieren jetzt und bieten Ihnen an, die herrliche Frucht selbst zu pflücken – oft für’n Appel und n‘ Ei. Manche schreiben dann gar, daß Ihre Äpfel leider nicht ganz so
schön aussehen, weil sie nicht gespritzt sind und verlangen dann noch weniger. Leute! zugreifen!! – mehr Bio für noch weniger Geld gibt es nicht!!! Und schmecken tun diese Äpfel allemal.

Und sollten wieder mal die mit Süßigkeiten verseuchten Kinder fragen: „Mami, Papi was könnt ich denn jetzt essen?“ dann antworten Sie: „Einen Apfel eßt einen Apfel“

Der Beitrag wurde am Sonntag, den 7. September 2008 um 14:02 Uhr veröffentlicht.

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